qEEG Report
- ergo-mara

- vor 2 Tagen
- 4 Min. Lesezeit

Heute stelle ich euch den BrainReport vor
Die Scores:





Frequenzbänder
Jeder Frequenzbereich in einem EEG repräsentiert verschiedene Arten von Hirnaktivität und kann zum Beispiel mit verschiedenen Bewusstseinszuständen, kognitiven Prozessen oder Zuständen des Gehirns in Verbindung gebracht werden.
Hier ein Überblick über die in diesem Bericht verwendeten Frequenzbänder:
Delta (1 - 4 Hz)
- Merkmale: Deltawellen sind die langsamsten Gehirnwellen und treten während des tiefen, erholsamen Schlafs auf.
- Assoziationen: Sie sind wichtig für Heilung, Regeneration und Non-REM-Schlaf. Eine übermäßige Delta- Aktivität im Wachzustand kann auf Lernschwierigkeiten hindeuten oder mit geringer Leistungsfähigkeit verbunden sein.
Theta (4 - 8 Hz)
- Merkmale: Thetawellen werden mit leichtem Schlaf, Entspannung und dem Dämmerzustand zwischen Wachen und Schlafen in Verbindung gebracht.
- Assoziationen: Sie spielen eine Rolle bei Kreativität, Intuition, Tagträumen und Erinnerungsvermögen. Hohe Werte im Wachzustand können mit Konzentrationsschwierigkeiten in Verbindung gebracht werden oder während der Meditation auftreten.
Alpha (8 - 12 Hz)
- Merkmale: Alphawellen treten bei wacher Entspannung mit geschlossenen Augen auf und gelten als Ruhezustand des Gehirns.
- Assoziationen: Alpha wird mit reduziertem Stress, positivem Denken und einem Zustand entspannter Wachsamkeit in Verbindung gebracht. Ungleichgewichte oder ungewöhnliche Muster können mit Spannungen oder emotionalen Regulationsstörungen in Verbindung gebracht werden.
Beta (12 - 20 Hz)
- Merkmale: Beta-Wellen treten in wachen, aufmerksamen Zuständen auf, einschließlich aktiver Konversation, Problemlösung, Urteilsvermögen, Entscheidungsfindung und konzentrierter geistiger Aktivität.
- Assoziationen: Eine ausgeglichene Beta-Aktivität ist ein Zeichen für eine aktive, engagierte Gehirnfunktion. Übermäßige Beta-Aktivität kann auf Stress, Sorgen oder "Überdenken" hinweisen.
Niedriges Beta (12 - 15 Hz)
- Merkmale: Manchmal als Untergruppe der Beta-Wellen betrachtet, wird niedriges Beta mit einem ruhigen, aber wachen Zustand assoziiert.
- Assoziationen: Es wird oft mit Konzentration, kognitiven Aufgaben und Aufmerksamkeit gegenüber Aufgaben oder der Umgebung in Verbindung gebracht.
Mittleres Beta (15 - 20 Hz)
- Merkmale: Es wird mit geistiger Aktivität im Zusammenhang mit kognitiven Aufgaben und Prozessen in Verbindung gebracht.
- Assoziationen: Ein Anstieg der mittleren Beta-Aktivität kann auf ein hohes Maß an logischer Verarbeitung oder manchmal auf Anspannung hinweisen.
Hohes Beta (20 - 35 Hz)
- Merkmale: Hohe Betawellen werden mit hochgradiger Kognition, Spannung oder Erregung in Verbindung gebracht.
- Assoziationen: Sie können auf eine intensive geistige Aktivität, komplexe Denkprozesse oder einen Zustand hoher Alarmbereitschaft hinweisen. Im Übermaß können hohe Betawellen Angst oder Nervosität widerspiegeln.
Gamma (>35 Hz)
- Merkmale: Gamma-Wellen sind an höheren geistigen Aktivitäten beteiligt, einschließlich Wahrnehmung, Problemlösung und Bewusstsein.
- Assoziationen: Es wird angenommen, dass sie an der Verknüpfung von Sinneseindrücken mit dem Konzept des Bewusstseins beteiligt sind und bei fortgeschrittenen Meditationspraktiken beobachtet wurden.
Es ist wichtig, daran zu denken, dass zwar bestimmte Trends beobachtet werden können, die Interpretation der EEG-Wellen jedoch komplex sein kann und von einem geschulten Fachmann vorgenommen werden sollte. Das Vorhandensein und die Ausgewogenheit dieser Wellen können je nach Person und ihrem geistigen, emotionalen und körperlichen Zustand stark variieren.
ZScore BrainMaps
Die hier zur Verfügung gestellten ZScore BrainMaps sind grafische Darstellungen der neuronalen
Aktivität und bieten visuelle Einblicke in die Gehirnfunktion durch den Vergleich individueller EEG-Daten mit einer normativen Datenbank.


Neurofeedback
Beim Neurofeedback-Training wird die Echtzeitanzeige der Gehirnaktivität - die Elektroenzephalografie (EEG) - genutzt, um die Selbstregulierung der Gehirnfunktion zu erlernen. In der Regel werden Sensoren auf der Kopfhaut platziert, um die elektrische Aktivität zu messen, wobei die Messungen mit Hilfe von Videofeedback- Spiele oder Ton. Neurofeedback zielt darauf ab, Veränderungen in den Gehirnwellenmustern zu belohnen und zu verstärken, um eine bessere und regulierte Leistung zu erreichen.
Dabei wird die elektrische Aktivität des Gehirns überwacht und die Informationen werden der Person in einer Weise präsentiert, die es ihr ermöglicht, ihre eigene neuronale Aktivität zu beeinflussen. Im Laufe der Zeit kann Neurofeedback dazu beitragen, dass bestimmte erwünschte Gehirnaktivitätsmuster automatischer werden, was zu folgenden Ergebnissen führen kann kognitiven verbesserungen in verschiedenen Aspekten und einen gesunden Lebensstil unterstützen.
Während einer Neurofeedback-Sitzung kann die Person aufgefordert werden, Aufgaben am Computer auszuführen, wobei die Gehirnaktivität das Spiel oder die Aufgabe beeinflusst. Bei Erreichen der gewünschten Gehirnaktivität wird ein positives Feedback gegeben, das das Gehirn auf subtile Weise dazu anregt, Muster zu entwickeln, die mit Ruhe, Konzentration oder anderen angestrebten Zuständen verbunden sind.
Neurofeedback ist für eine Vielzahl von Anwendungen erforscht worden, von der Leistungssteigerung bei Sportlern und Geschäftsleuten bis hin zu die Möglichkeit der Verbesserung von Konzentration und Entspannung. Es handelt sich um eine nicht-invasive Methode, die parallel zu anderen aktivitäten eingesetzt werden kann.
Stroop
Der Stroop-Test ist ein kognitiver Test, mit dem die Fähigkeit einer Person gemessen wird, kognitive Störungen zu verhindern. Der Teilnehmer muss sich selektiv auf bestimmte Aspekte eines Reizes konzentrieren, während er die Aufmerksamkeit für andere unterdrückt, wodurch die Fähigkeit getestet wird, sich zu konzentrieren und Informationen schnell und genau zu verarbeiten.

Beim Stroop-Test wird eine Vielzahl von Wörtern in zufälliger Reihenfolge auf dem Bildschirm angezeigt. Die Wörter umfassen neutrale Begriffe wie "Tisch", "Stuhl", "Auto", "Haus", "Hund", "Katze" und "Maus" sowie die Farbnamen "Rot", "Blau", "Grün" und "Gelb". Jedes Wort wird in einer dieser vier Farben dargestellt. Die Aufgabe des Teilnehmers besteht darin, die Farbe des Wortes zu erkennen, unabhängig vom Wort selbst, indem er die entsprechende Option auf dem DPad des Xbox-Controllers auswählt oder auf die entsprechende Schaltfläche klickt.
Die Wörter sind in drei Kategorien eingeteilt:
1) Kongruent: Bei diesen Versuchen stimmt die Farbe des Wortes mit seiner Bedeutung überein (z. B. wird das Wort "Rot" in roter Farbe angezeigt).
2) Inkongruent: Bei diesen Versuchen stimmt die Farbe des Wortes nicht mit seiner Bedeutung überein (z. B. das Wort "Blau" wird in grüner Farbe dargestellt).
3) Neutral: In diesen Versuchen wird ein neutrales Wort in einer der vier Farben dargestellt (z. B. das Wort "Tisch" in blauer Farbe).
Der Anteil dieser drei Arten von Versuchen wird immer bei je einem Drittel gehalten. Durch diese systematische Präsentation wird sichergestellt, dass der Teilnehmer eine gleiche Anzahl von kongruenten, inkongruenten und neutralen Stimuli zu sehen bekommt.
Während des Tests werden die Reaktionszeit sowie die Anzahl der richtigen und falschen Antworten aufgezeichnet. Diese Messwerte bieten einen umfassenden Überblick über die Leistung der Teilnehmer und geben Aufschluss über ihre kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit, ihre Aufmerksamkeitskontrolle und ihre Fähigkeit, widersprüchliche Informationen zu unterdrücken.
Der Stroop-Test wird zur Untersuchung von Bereichen wie Aufmerksamkeit, kognitive Flexibilität und exekutive Funktionen eingesetzt. Die Diskrepanz zwischen kongruenten und inkongruenten Versuchen ist besonders aufschlussreich, da sie die kognitive Interferenz hervorhebt, die durch die widersprüchlichen Informationen in den inkongruenten Versuchen verursacht wird. Diese Interferenz erfordert eine zusätzliche kognitive Anstrengung, die sich in längeren Reaktionszeiten und potenziell mehr Fehlern im Vergleich zu kongruenten Versuchen niederschlägt

Am Ende der Aufnahme kann man verschiedene Arten von Berichten über die genaue Auswertung der Untersuchung erstellen und individuell anpassen.



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